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Radwanderwoche 2017

Sieben Radfahrer aus Homberg auf dem Neckar-Radweg

Schon lange war diese Fahrt geplant. Vom 12.08. bis 19.08.2017 haben sieben Homberger diese fast 400 km tolle Radtour unternommen.

Die Anfahrt mit dem Zug nach Villingen wurde leider durch eine Sperrung der Bahnlinie nach Basel bei Rastatt wesentlich verlängert. In Mannheim war die Fahrt gestoppt. Wir mussten uns neu orientieren, um noch nach Villingen/Schwarzwald zu kommen. Von Karlsruhe fuhren wir mit der historischen S 8 Bahn durch den Schwarzwald, über Baiersbronn und Freudenstadt nach Eutingen im Gäu, umsteigen nach Rottweil und endlich Ankunft in Villingen um 22:15 Uhr.

Immer am Fluss entlang, führt der Neckar-Radweg nahezu steigungsfrei vom Neckarursprung im Schwenninger-Moos bei Villingen-Schwenningen bis in die Quadratstadt Mannheim, wo sich der Neckar mit dem Rhein vereint. Was als kleines Bächlein im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos entspringt, wird unterwegs zum breiten, von Schiffen genutzten Verkehrsweg. 'Nik', der Neckar in der keltischen Übersetzung, fließt an Burgen und Schlössern, an Wäldern und steilen Weinbergen, an großen Städten und Industriehäfen vorbei.

In zahlreichen hübschen Orten mit verwinkelten Gassen und herausgeputzten Fachwerkhäusern luden Straßencafés zu einer Pause und Besenwirtschaften zu einem Glas Württemberger Wein ein. Auf dem Weg einmal quer durch Baden-Württemberg wechseln sich weite Auen und enge Täler ab. Wenn man Plochingen erreicht, begleiten Schiffe die Tour.

1. Etappe: Villingen, Rottweil, Oberdorf nach Sulz-Glatt (66 km)
Wir begannen unsere Radtour und erreichten nach kurzer Fahrt Schwenningen, wo im Stadtpark Möglichshöhe der Neckar entspringt. Auf dem Radweg, entlang des jungen Flusses, erreichten wir die älteste Stadt Baden-Württembergs, Rottweil. Wir besuchten den alten Stadtkern von Rottweil mit seinen hübschen erkergeschmückten Bürgerhäusern und Brunnen. Durch das tief eingefurchte Neckartal radelten wir an Burgruinen vorbei nach Sulz-Glatt.

2. Etappe: Sulz-Glatt, Horn, Rottenburg nach Tübingen (62 km)
Über die Barockstadt Rottenburg mit ihren zahlreichen Sakralbauten fuhren wir in die schwäbische Universitätsstadt Tübingen. Von der malerischen Altstadt, dem Marktplatz und dem Gewirr aus steilen verwinkelten Gassen waren wir beeindruckt. Das Abendessen im Biergarten war der Abschluss des Tages.

3. Etappe: Tübingen, Nürtingen nach Esslingen (65 km)Radsportgruppe_Neckar-Radweg_Nuertingen
Der Weg führte durch eine reizvolle Landschaft neckarabwärts. Zahlreiche Badeseen luden zur Erfrischung ein. Am Ortseingang von Nürtingen machte die Polizei eine Fahrradkontrolle. Bei den vielen Fahrrädern, die unterwegs sind, ist das wahrscheinlich nötig. Unsere Fahrräder waren in Ordnung. Die Homberger Gruppe wurde ausgezeichnet bewertet und es wurden Fotos gemacht. Man wollte am nächsten Tag in der Zeitung über die gelbe Truppe von Homberg berichten. Über Plochingen, wo der Regenturm von Friedensreich Hundertwasser steht, erreichten wir unser Etappenziel Esslingen.

Radsportgruppe_Neckar-Radweg_Ludwigsburg4. Etappe: Esslingen, Stuttgart, Ludwigsburg, nach Marbach-Benningen (45 km)
Bevor wir weiterfuhren, hatten wir noch Zeit für die Sehenswürdigkeiten von Esslingen. Danach führt der Neckar-Radweg in die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, nach Stuttgart, an den Werksgebäuden von Mercedes und dem Mercedes-Museum vorbei. Weiter ging es in die Barockstadt Ludwigsburg mit dem beeindruckenden Schloss und den Schlossgärten. Nach der Schlossbesichtigung und einer längeren Pause im Biergarten ging es durch Weinberge und an den zahlreichen Windungen des Neckars entlang nach Marbach, dem Geburtsort Schillers.

5. Etappe: Marbach, Heilbronn nach Bad Wimpfen (68 km)
Über Wiesen und Felder radelten wir nach Besigheim und fuhren immer in Ufernähe in den Weinort Laufen. Durch liebliche Rebberge gelangten wir schließlich nach Heilbronn, mit ihrer Altstadt und den zahlreichen Denkmälern, wie die gotische Kilianskirche, das Rathaus und das Käthchenhaus, das zu den schönsten historischen Häusern Deutschlands zählt. Wir verließen Heilbronn und folgten der Burgenstraße nach Neckarsulm, wo das Deutsche Zweiradmuseum zu besichtigen ist. Über Friedrichshall näherten wir uns der berühmten Silhouette von Bad Wimpfen. Duschen, Essen, Doppelkopf spielen und ins Bett. Der Tag hätte länger sein können.

6. Etappe: Bad Wimpfen, Eberbach, Neckargemünd nach Heidelberg (82 km)
Wir erreichten die Burg Guttenberg mit ihrer Greifenwarte. Keine Zeit für einen Stopp. Am Neckar entlang ging es weiter vorbei an üppigen Weinterrassen und bewaldeten Bergrücken. Nach Burg Hornberg - hier lebte einst Götz von Berlichingen auf Schloss Zwingenberg - erreichten wir die alte Stadt Eberbach. Hier gab es einen Eisbecher und Cappuccino aus der Gemeinschaftskasse. Wildromantisch windet sich der Neckar zwischen Eberbach und Heidelberg durch die Höhenzüge des Odenwaldes. Wir kamen in das malerische Hirschhorn, das von seiner Ritterburg überragt wird, und weiter in das Vier-Burgen-Städtchen Neckarsteinach. In Neckargemünd, ebenfalls Kleinod mittelalterlicher Baukunst, überquerten wir den Fluss und gelangten in die alte Universitätsstadt Heidelberg.

Unser Ziel war erreicht. Jetzt warteten wir auf Rolands Geburtstag. Bis 02:30 Uhr wurde gefeiert. Am Samstag kamen wir alle wieder nach Homberg zurück. Es war eine schöne Radtour mit vielen Erlebnissen und Eindrücken.

Hans Heilemann (Bild und Text)